Gedanken zur Zucht

Wie kommt man zu einem Nature's Guardian Welpen? 
Und was erwartet mich?

Wir Züchter stecken viel Herzblut und natürlich auch Zeit und Aufwand in die Aufzucht unserer Welpen, darum suchen wir unsere zukünftigen Welpeneltern mit sehr viel Bedacht aus! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht zwangsläufig der erste, der sich für einen Wurf anmeldet, später auch einen Welpen bekommt. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass das zukünftige zu Hause auch wirklich zum entsprechenden Welpen passt, was ein gewisses Maß an Kennenlernen voraussetzt. Sollten Sie also Interesse an einem unserer Welpen haben, melden Sie sich bitte dennoch frühzeitig.

Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail oder kontaktieren Sie mich per Telefon, damit wir vorab schon feststellen können, wohin die Reise gehen soll und welche Vorstellungen und Wünsche Sie für Ihren zukünftigen Welpen haben. Reine Preisanfragen werden nicht beantwortet. Ein regelmäßiger Kontakt vor und nach der Abgabe ist mir sehr wichtig! Somit ist eine Reservierung erst nach einem persönlichen Gespräch und, sofern von der Distanz her machbar, nach einem Besuch möglich.

Unsere Welpen werden bei uns im Wohnzimmer aufgezogen, kennen somit Alltagsgeräusche und und das generelle "Alltagsleben" im Haus. Mit entsprechendem Alter und bei passendem Wetter haben sie auch die Möglichkeit, unter Tags einen Welpenfreilauf im Garten zu nutzen um auch ihre Umwelt kennen zu lernen. Altersgerecht beginnen wir auch schon mit der Desensibilisierung gegen andere Umweltreize um den Welpen einen bestmöglichen Start zu ermöglichen.

Die Welpen wachsen bei uns im Rudel auf und kennen somit andere Hunde und Katzen sowie andere Menschen und sind somit bestens sozialisiert.
   
Vor und nach dem Auszug stehe ich gerne mit Rat und Tat an der Seite und begleite die neuen Welpeneltern weiter auf ihrem Weg mit ihrem neuen Lebensgefährten. 


Welpenabgabe

Der Zeitpunkt der Welpenabgabe gestaltet sich bei uns abhängig von der Entwicklung der einzelnen Welpen. Die Abgabe erfolgt frühestens mit der 8.-9.Woche.
   
Im gepackten Welpenköfferchen zu finden sind:

Ahnentafel/Stammbaum
(sofern bereits vom Club vorhanden; wird ansonsten schnellstmöglich nachgereicht)

Kaufvertrag

EU-Heimtierausweiß

Befund des Hörtests (Audiometrie)

Die Welpen sind zum Zeitpunkt der Abgabe mehrfach entwurmt, gechippt, geimpft und tierärztlich untersucht.

   
 Zum Auszug bzw. zur Eingewöhnung in das neue Zuhause erhalten die Welpen ein Starterpaket mit ihrem gewohnten Futter, Leckerlies, Leine, Geschirr und eine Decke die nach ihrer Mama und ihren Geschwistern riecht. 

Sollten Sie Interesse an einem Welpen aus unserer Zucht haben, können Sie uns gerne vorab kontaktieren.

Warum kostet ein Hund vom Züchter so viel Geld?

„Warum ist ein Hund vom Züchter so teuer? Die verdienen sich doch nur eine goldene Nase..."

Viele Menschen, die uns Züchter nach dem Preis für einen Welpen fragen, wundern sich, warum die Welpen so teuer sind. Denn züchten wollen sie ja nicht, sie möchten eigentlich „nur“ einen netten Familienhund.
Dieser ist ohne Papiere und eventuell auch noch übers Internet oft bedeutend günstiger. Im besten Fall sind die Eltern des Welpen sogar reinrassig. Reicht das nicht aus?     

Nein, denn Züchter, die in einem Verband züchten, der dem ÖKV bzw. der FCI angeschlossen ist, „unterwerfen“ sich rigorosen Zuchtvorschriften. So wird nicht einfach jeder Hund zur Zucht zugelassen, der halbwegs so aussieht wie es der Rassestandart vorschreibt. In der Zuchtordnung steht z.B. ab welchem Alter die Hunde frühstens zuchttauglich geschrieben werden können, wie viele Würfe eine Hündin maximal bekommen darf, sie gibt Zuchtpausen vor und vieles mehr. Jeder Hund muss die Gesundheitstests seiner Rasse vorweisen, bei Dalmatinern sind das zum Beispiel der Hörtest, HD-Röntgen und Herzultraschall, um die zukünftigen Generationen gesund zu erhalten. Dazu kommt die Teilnahme an Ausstellungen.

Die Züchter müssen eine über Seminare erlangte Sachkunde nachweisen und die Zuchtstätte wird vom Zuchtwart abgenommen, oft inklusive Umbaumaßnahmen an Garten und Haus.

Dann sucht der Züchter einen genetisch zu seiner Hündin passenden Rüden aus, der in der Regel nicht mal eben im Nachbarort wohnt. Also muss man für den Deckakt oft mehrere Stunden fahren und dort auch in einem Hotel übernachten, ganz abgesehen von der zu zahlenden Decktaxe. Nach drei bis vier Wochen weiß man, ob die Hündin trägt oder leer geblieben ist.   

In den Tagen rund um die Geburt muss man 24 Stunden für seine Hündin da sein. Ist die überstanden, hört die Rund-um-die-Uhr-Betreuung natürlich nicht auf. Es folgt nur eine sehr kurze Zeit, in der sich die Hündin um alles kümmert (in der man aber um andauerndes Saubermachen und Wechseln der Unterlagen nicht drumrum kommt). Danach ist man als Züchter zuständig fürs Füttern, Säubern der Wurfbox, Beschäftigen und auch für Frühförderung der Welpen. Schließlich möchte man seine Welpen bestens auf das Leben in der neuen Familie vorbereiten. Welpenfrühförderung beinhaltet das Kennenlernen vieler alltäglicher Situationen, sodass die Kleinen im besten Fall immer gelassen reagieren, wenn sie etwas neues entdecken.

Der Züchter kümmert sich außerdem um hochwertige abwechslungsreiche Welpennahrung, die Welpen werden gechipt, geimpft, entwurmt, regelmäßig dem Tierarzt vorstellt und der Wurf wird vom Zuchtwart abgenommen.   

Das alles kostet sehr viel Geld und noch mehr Zeit, die ich hier jetzt mal nicht in einen Stundenlohn ausgerechnet habe, und da hat man noch nicht einen Welpen verkauft! Und wenn Komplikationen bei Trächtigkeit und/oder Geburt dazukommen oder sich einer der Welpen verletzt, steigen die Tierarztkosten natürlich enorm.

Daraus folgt: Kommerzielle Absichten und vernünftige Hobbyzucht sind nicht vereinbar. Hundezucht im Verband, mit einer guten und sinnvollen Zuchtplanung und ausgesuchten Zuchthunden KOSTET Geld, damit verdient man selten irgendwas.


Um auf die Anfangssituation zurückzukommen: den Preis für ein Lebewesen kann man nicht vergleichen. Tiere sind jeweils individuell „gefertigte Einzelstücke“ und nicht miteinander vergleichbar wie z.B. eine Jacke oder ein Auto. Wir suchen uns die neue Familie für unsere Welpen schon genauestens aus!

Denn zu allem oben aufgeführten kommen auch wunderbare Dinge, die nicht bezahlbar sind:
Man fühlt wie die Welpen im Bauch der Hündin heranwachsen, bringt die Welpen mit auf die Welt und zieht sie groß, man gibt Herz, Geld, schlaflose Nächte... einfach alles und mit jedem Welpen, den man abgibt, gibt man auch ein Stück seines Herzens ab.

Züchten oder nicht züchten?

Viele Hunde sind hübsch und lieb und für ihre Besitzer einfach nur perfekt, und daran ist auch nichts auszusetzen. Aber sollte deshalb jeder Hund in die Zucht gehen? Die recht einfache Antwort darauf ist "nein". So toll wir unsere Hunde finden, so kritisch muss man auch sein, wenn es um die Zucht geht. Man sollte sich fragen, was der Hund an genetischen Grundlagen mitbringt. 

Welche genetisch bedingten Erkrankungen gab es vielleicht in den Vorfahren oder welche charakterlichen Eigenschaften, die ich der Rasse nicht weiter mitgeben möchte? 

Tut es der Rasse gut, mit diesem bestimmten Hund weiter zu züchten oder wäre es besser, die Gene aus der Rasse herauszunehmen? 

Wie schaut es mit der genetischen Vielfalt in der Rasse aus und welche Möglichkeiten gibt es, um die Gesundheit der Rasse zu erhalten oder zu verbessern?

All das sind Fragen, mit denen sich ein Züchter beschäftigen sollte. Züchter dürfen nicht nur in Würfen denken, sondern in Populationen. Was kommt bei einer bestimmten Verpaarung heraus und was kann ich späteren Generationen damit Gutes tun? 

Darum ist Zucht – wenn sie mit dem richtigen Hintergrund betrieben wird – auch keine Goldgrube, sondern zeitaufwendig und intensiv. Wer sich dadurch Reichtum erhofft, wird enttäuscht werden. Züchten ist eine Leidenschaft.